Weniger Müll mit Katze

Die Überlegungen dauerten Jahre und nun haben wir vor ein paar Wochen einen Kater adoptiert. Joschi konnte in seinem Umfeld nicht mehr bleiben und der Zeitpunkt war wohl gekommen, trotz aller Zero-Waste- und Vegan-leben-Gedanken ein Tier aufzunehmen. Denn Katzen können nicht ohne Fleisch leben und dieses kommt in den meisten Fällen in Aluschälchen oder Dosen verpackt.

#KeineWerbungTrotzMarkennennung

Bei meiner Suche nach Alternativen fand ich bisher nur eine Marke, die Katzenfutter in Gläsern verkauft, sogar in Bio-Qualität. „MyBio“ in drei Sorten: Pute, Huhn oder Rind. Doch wie es so sein soll, mag unser Kater das Essen nicht so recht. Eine Zeit lang werde ich es immer mal wieder versuchen mit dem anderen zu mischen.

Ich habe mir auch in einer Tauschgruppe ein Set ertauscht, mit vielen Rezepten für Katzenfutter zum Selberkochen und auch eine Ausstechform für Leckerlis. Nur fällt es mir schwer, Fleisch einzukaufen, wenn ich selbst eigentlich keines mehr für uns Menschen zubereite. Zudem hab ich gelesen, dass in gekochtem Fleisch nicht mehr so viel Taurin drin ist und es daher oft künstlich im Futter zugesetzt wird. Daher bin ich unsicher, ob ich wirklich etwas selbst kochen sollte. Voller Tatendrang hatte ich dennoch zuerst mal Leckerlis selbst gebacken, mit Thunfisch und Dinkelmehl, Kräuter und Ei. Frisch gebacken schmeckten sie dem Kater, aber nun hat er das Interesse daran verloren und ich hab noch eine Menge eingefroren… ist also auch noch nicht so ideal. Immerhin hab ich Bio-Leckerlis aus 100% Rind gefunden, die er gerne isst. Getreide soll ja auch nicht so gut sein für Katzen. Auf dem Wochenmarkt hab ich mal etwas Fisch für ihn gekauft, weil ich es dort unverpackt erhalte. Allerdings ist Fisch ja ziemlich schwermetall- und mikroplastikbelastet, also nicht so als Hauptmahlzeit zu empfehlen.

Damit ich beim Thema Katzenklo etwas Müll sparen kann, hab ich mir gebraucht so einen Litter Locker gekauft. Darin kann ich das verklumpte Streu mehrere Tage in einer großen Plastiktüte lagern. Ist die Tüte voll, schütte ich den Inhalt in die Biotonne (das ist in Kiel erlaubt) und werfe die Plastiktüte in den Müll. Beim Streu achte ich auf Naturton ohne Zusätze.

Alles an Katzenzubehör haben wir von der Vorbesitzerin erhalten. Mein Freund hat den Kratzbaum etwas repariert, neues Sisal herumgebunden und die oberste Etage mit neuem Fellbezug ausgestattet. Beim Tauschgeschäft mit der Futterrezeptbox gab es auch eine Bürste mit Holzgriff dazu – damit der Fellpflege nix im Wege steht. Zum Spielen nehmen wir aktuell ein langes Sisalband und Seegras, meistens finden Katzen eh Alltagsdinge interessanter als gekauftes Spielzeug. Als Unterlage für den Futterbereich nehme ich ein simples Handtuch, dass ich mehrmals wöchentlich austausche.

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