Vegan im Januar

Seit fast 2 Jahren lebe ich vegetarisch und habe viele vegane Rezepte ausprobiert, sodass ich mir nun selbst die Challenge setzen will, einen Monat lang komplett vegan zu leben. #veganuary #unbezahlteWerbung

Warum eigentlich vegan? Weil es Sinn macht! Es ist umweltfreundlich, gesund und ethisch korrekt.

Punkt 1: Es ist die umweltfreundlichste Ernährungsweise.

Beim Anbau, der Ernte und dem Transport von Gemüse, Obst und Co. fällt weniger CO2 an als bei tierischen Produkten – das hat ein britischer Ökologe erst in diesem Jahr wissenschaftlich belegt. Wer auf tierische Produkte verzichtet, mindert seinen CO2-Fußabdruck um 2 Tonnen pro Jahr.

Das Argument, dass dieser Einsparungen durch Fleischverzicht durch Sojaimporte aus fernen Ländern wieder nichtig gemacht werden, hat keinen Bestand. Es gibt sehr viele Sojaprodukte, die aus Europa stammen. Empfehlen kann ich Produkte der Marke Taifun, die verarbeiten zu 100 Prozent nur Soja aus Europa.

Quarks und Co hat dazu eine interessante Grafik gemacht:

Punkt 2: Es ist gesünder.

In den letzten beiden Jahres stand ich im regen Austausch mit einer Ernährungsberaterin an der Berliner Charité. Aktuell laufen dort mehrere Studien zu entzündungshemmender Ernährung bei bestimmten Krankheiten. Tier- und Milchprodukte gelten in hohen Mengen als entzündungsfördernd. Was sind hohe Mengen? Mehr als 400g Fleisch/Wurst pro Woche, mehr als 2 Eier pro Woche und mehr als 2 mal Fisch pro Woche – so die Angaben in einer der Studien. Tierische Lebensmittel enthalten Arachidonsäure – einen Vorläufer für Entzündungsbotenstoffe. Empfohlen wurde mir eine vegetarisch betonte Ernährungsweise – da ich bereits eine neurologische Krankheit und Autoimmunerkrankungen habe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat für Normalbürger ohne besondere gesundheitliche Einschränkungen lockere Regeln für gesunde Ernährung aufgestellt: Milchprodukte sind täglich erlaubt, Fleisch nicht mehr als 600g pro Woche.

Da pflanzliche Lebensmittel keine Arachidonsäure enthalten, habe ich mich immer wieder nach Alternativen für Joghurt, Käse und Co. umgesehen. Mittlerweile trinke ich nur noch Hafermilch, esse Mandeljoghurt und für alles Frischkäseartiges gibt es hier in Kiel eine Creme aus fermentierten Cashews von yummy cultures – sogar unverpackt zu kaufen. Für Käsesauce gibt es Hefeflocken oder Saucen aus Nüssen, Paprika und Hefeflocken. Vor allem durch die vielen Nussprodukte hab ich den Eindruck, mich gesünder zu ernähren – sonst habe ich kaum geschafft, jeden Tag eine handvoll Nüsse zu essen.

ABER: Lässt man alle tierischen Produkte weg, kann es nach einer gewissen Zeit zu Vitamin B12-Mangel kommen. Das Vitamin kann allerdings über Zahnpasta mit B12-Zusatz oder Tabletten ersetzt werden. Da ich immer weniger Milchprodukte in den letzten Monaten gegessen habe, nutze ich bereits die Zahnpasta von Sante mit B12-Zusatz.

Punkt 3: Es ist ethisch korrekt.

Die Bedingungen in der modernen Massentierhaltung sind grausam – zu wenig Platz, zu viele Tiere, viel Einsatz von Medikamenten. Auch ein Biolabel macht es nicht viel besser. Das gilt nicht nur für Fleisch, sondern auch für Milchprodukte. Kühe geben nur Milch, wenn sie Kälber haben – sie müssen also dauerhaft schwanger werden und werden nicht selten sehr früh von ihren Kindern getrennt. Das ist körperlich und seelisch einfach nur schmerzhaft. Ich will kein Teil mehr von diesem Prozess des Tierquälens sein. Ein interessanter Film zu dem Thema ist Cowspiracy.

Einen philosophischen Zugang zu dem Thema hab ich kürzlich beim 3sat-Wissenschaftsjournalisten Gerd Scobel gesehen:

Die Aktion Veganuary

Inspiration für vegane Rezepte finde ich oft in Kochbüchern in der Stadtbücherei, bei Pinterest oder Instagram. Kürzlich bin ich auf die Aktion #Veganuary gestoßen, eine 31-Tages-Challenge für vegane Ernährung. Wer den Jahreswechsel also nutzen will, um das mal auszuprobieren, findet dort viele Rezepte.

Weitere Lesetipps zum Thema:
https://www.peta.de/umwelt

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/vegetarisch-oder-vegan-essen-fleisch-nein-danke-250

https://www.quarks.de/gesundheit/ernaehrung/die-wahrheit-ueber-vitamin-b12-und-vegane-ernaehrung/

Die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf

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