Unbedenklicher Kassenbon?

Die üblichen Kassenbons sind quasi Sondermüll. Viele denken vielleicht, dass ein Kassenbon normales Papier ist und ins Altpapier gehört. Dem ist aber nicht so. Denn in den meisten Fällen ist das Thermopapier, das mit Bisphenol A beschichtet ist. Diesem Stoff wird eine hormonähnliche Wirkung auf den Menschen nachgesagt. Landet der Bon im Altpapier und wird recycelt, existieren die schädlichen Stoffe weiter in den Endprodukten. Daher gehört der Kassenbon in den Restmüll. Kürzlich habe ich bei Erdkorn einen Ökobon nach dem Einkauf in die Hand gedrückt bekommen und mich dazu mal informiert.

Der blaue Zettel mit schwarzer Schrift, ist nach Herstellerangaben umweltverträglich und unbedenklich. Vor dem „Bedrucken“ ist das Papier blau. Die in den Kassensystemen verbauten Thermodruckköpfe erzeugen Hitze an den Stellen, an den Schrift stehen soll. Im Ökobon werden durch die Hitze kleine Luftbläschen im Papier zerstört und die darunterliegende schwarze Schicht kommt zum Vorschein.  Alles ohne schädliche Beschichtungen, aus FSC-zertifizierter Waldwirtschaft und im Altpapier recycelbar. Der Bon soll beständig und lange archivierbar sein. Zudem ist er wohl öl- und wasserresistent – nach dem Trocknen soll er wieder lesbar sein. Der Bon hat auch eine Zulassung für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln.

Klingt für mich wie eine gute Alternative zu den schädlichen Bonpapieren. Beim Test auf Unzerstörbarkeit ist mir aufgefallen, dass der Ökobon auf starke Reibung und spitze Gegenstände reagiert. Der Druck lässt wohl die Bläschen platzen und so kann der Bon auch unbrauchbar werden. Also müssen die Belege doch mit einer gewissen Vorsicht behandelt werden.

Generell bin ich kein Freund vom Aufbewahren von Kassenbons. Zumeist braucht man diese nicht und es ist unnötig, dass sie überhaupt ausgedruckt werden.  Einige Läden fragen mittlerweile auch, ob der Ausdruck nötig ist. Andere Läden können den Ausdruck gar nicht verhindern. Notwendig ist ein Beleg aber nur für Einkäufe, die man z.B. von der Steuer absetzen will oder woanders einreichen möchte.

Weitere Informationen gibt es unter https://ökobon.de/.

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