Ökologischer Pfotenabdruck

Grenzen der Nachhaltigkeit – Gibt es die Zero Waste Cat? Jeden Tag mehrere leere Aluschälchen oder Futterdosen, hier und da mal ein Spielzeug aus Kunststoff, Hauskatzen verursachen Müll oder viel mehr Haustierbesitzer kaufen Müll. Ein Blick auf die Alternativen.

Eigentlich ist es egal, welches Haustier man näher betrachtet, jedes verursacht Müll. Am Beispiel meiner Besuchskatze hab ich mich mal auf die Suche nach Alternativen zu den üblichen verpackten Futter und Streu gemacht. Katzen sind sehr eigen wenn es ums Futter geht. So auch meine Besuchskatze. Es gibt im Königsweg 62 den Laden Fräulein Barf. Dort gibt es eine Frischetheke, an der man unverpackt mit eigenem Gefäß einkaufen kann. Leider mochte die Katze keine der beiden Varianten, die ich ihr auftischte. Sonst ist sie ein großer Rindfan, aber wenn es roh ist und ohne leckere Sauce, rührt sie es nicht an. Auch die Hühnerherzen, die ich ihr einmal roh und dann auf Anraten der Verkäuferin kurz gekocht, anbot, wollte die Katze einfach nicht. Vielleicht hab ich da nicht genug Geduld. Aber in einem Seminar beim Tierheim hab ich gelernt, dass man Katzen nicht hungern lassen darf, da dass zu Leberverfettung führen kann. Somit waren meine Bemühungen die Katze auf verpackungsfreies Futter umzustellen vergebens. Bei Fressnapf gibt es Futter in Tetrapaks, die laut dem Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung eine bessere Ökobilanz haben, als Dosen. Vielleicht ist das eine Alternative. Auf jeden Fall bin ich kein Verfechter von vegetarischer Ernährung für Tiere, die in freier Natur auch jagen würden. Daher ließ ich Experimente in dieser Richtung aus. Ob Dreamies, Whiskas oder Felix – durchweg sind alle Leckerlis in Plastik verpackt. Selbst Katzengras ist in diesen Pflanzgefäßen aus Kunststoff. Bei Futterhaus allerdings gibt es Leckerlis auch ohne Verpackung an der Futterbar zu kaufen.

Beim Streu gibt es auch schon in Drogerien Bio-Katzenstreu, dass angeblich zu 100% biologisch abbaubar ist. Das Streu von Winston besteht zum Beispiel aus Bentonit-Tonerde und kann über Hausmüll oder Biotonne entsorgt werden, obwohl das mit der Biotonne abhängig ist von den örtlichen Vorschriften. In Kiel ist das Entsorgen von biologisch abbaubaren Katzenstreu und Einstreu für Kleintiere laut ABK erlaubt. Betonit Tonerde ist rein natürlichen Ursprungs und entsteht bei der Verwitterung von vulkanischer Asche. Da stell ich mir die Frage, wo der nächste Vulkan ist, dessen Asche dann bei mir im Katzenklo liegt. Sprich, die Frage nach der Förderung dieses Rohstoffs und der Transport. Wäre es nicht auch möglich normale Erde zu benutzen? In der Natur machen Katzen doch auch im Sand ihr Geschäft. Naja, vermutlich wäre das zu geruchsintensiv und zu schwer zum Tragen für den Normalverbraucher. Und wer eine Hauskatze hält, hat meistens auch keinen Zugang zu Gartenerde. Auch diese müsste in den bekannten Plastiksäcken im Baumarkt gekauft werden.

Weiter geht´s mit dem ganzen Spielzeug und Kratzbäumen, die man für seine Katze anschafft. Ich bevorzuge da Spielzeug aus Holz und Sisal, oder anderen Schnüren. Die flauschigen Ummantelungen der Etagen eines Kratzbaumes bestehen sicherlich aus irgendeinem künstlich hergestellten Stoff. Alles was fellähnlich ist, ist letztendlich Kunststoff. Doch darüber denken die Haustierbesitzer oft gar nicht nach. Auch die rasselnden Mäuse und die Plüschbälle, alles Kunststoff. Dabei sind die meisten Katzen doch schon von einfachen Kartons fasziniert oder laufen einer Feder an einer Schnur hinterher. Fazit: Spielzeug für das Tier lieber selbst aus Naturmaterialien machen.

1 Kommentar für “Ökologischer Pfotenabdruck

  1. Hallo Sabrina,

    tolles Pfotenbild!
    Ich reduziere auch drastisch meinen Müll und das größte Problem ist auch bei mir das Futter und Streu. Mein gelber -Sack -Müll besteht tatsächlich nur noch aus Katzenfutterdosen und -Tetrapaks und den Plastikverpackungen für die Streu (und für das Klopapier). Rohfleisch fressen meine auch nicht.
    Als nächstes werde ich nach einer Streu-Alternative im Papiersack schauen. Das CatsBestÖkoPlus haben meine leider völlig abgelehnt. Ich bräuchte ein feines Klumpstreu, ähnlich wie MegaCats, im Papiersack. Da ich liefern lasse, müßte es im Futtermarkt zu haben sein, das von Winston fällt damit leider weg.
    Statt Katzengras habe ich mal Schattenrasensamen gekauft. Auch im Plastikbeutel, aber deutlich weniger Müll im Verhältnis als die kleinen Katzengrasschalen.

    Liebe Grüße
    Katja

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