Modulare Technik ist die Zukunft

2016 hab ich mir ein Fairphone 2 gekauft. Nun möchte ich nach 4 Jahren Nutzung ein Fazit ziehen und euch mitteilen, ob sich die Investition gelohnt hat und welche Teile ich bisher schon ausgetauscht habe. #unbezahlteWerbung

Als ich vor vier Jahren ein neues Smartphone brauchte, entschied ich mich in ein Fairphone zu investieren (in diesem Blogpost hab ich darüber geschrieben). Mich überzeugte, dass sich Einzelteile leicht austauschen lassen und dadurch die Gebrauchsdauer des Smartphones verlängert wird.

Hülle, Kamera und Akku sind neu

Es gab einen kleinen Dämpfer meiner Euphorie, als nach einem Jahr schon die Hülle kaputt gegangen ist. Richtig super war dann aber, dass ich kostenfrei eine neue Hülle bekommen habe (auch darüber hatte ich geschrieben). Und die Hülle war bereits eine Weiterentwicklung und die vorherige Schwachstelle wurde optimiert.

Ich entschied mich im letzten Jahr mal ein kleines Upgrade zu machen und habe mir ein neues Kameramodul gekauft. Für 45 Euro hab ich das alte 8-Megapixel-Kameramodul mit einem 12 Megapixel-Kameramodul ausgetauscht. Der Wechsel verlief ganz unproblematisch. Es gibt ausführliche Beschreibungen und auch Videos, die jeden Schritt zeigen. Das Lösen des Displays bedurfte etwas Geduld und Feingefühl, hat man den Dreh erstmal raus, geht es aber ganz easy.

Dieses Jahr hab ich mir ein neues Akku gekauft. Da das alte Akku immer schneller leer wurde und ich es teilweise dreimal täglich laden musste, holte ich mir das neuere Fairphone-2-Akku. Es kostete nur 10 Euro.

Weitere Updates in Aussicht

Im Dezember 2019 gab es ein Update der Android-Version, auf 7.1. Im Moment kann man sich aktuell auch als Beta-Tester registrieren, um Android 9 auf dem Fairphone 2 zu testen. Das stimmt doch optimistisch, dass es irgendwann ein Update für alle gibt.
Bei der Installation von Apps hatte ich keine Probleme, bisher war alles, was ich wollte kompatibel und lief anstandslos.
Ich erinnere mich allerdings, dass ich nach ein paar Fairphone Updates, ein paar kleine Macken feststellte. Diese wurden aber auch schnell behoben mit einem nächsten Update. Ich hatte also jederzeit ein funktionierendes Telefon, mit dem ich ins Internet kam.
Vor kurzem hatte ich etwas Probleme mit dem Näherungssensor. Also wenn ich meine Mailbox anrief und auf dem Display eine Nummer eingeben wollte, um zum Beispiel Nachrichten abzuhören oder zu löschen, blieb das Display schwarz. Ich hab dann nochmal das Fairphone aufgemacht und den Sensor gründlich gereinigt. Danach ging es wieder.

Gute Pflege ist entscheidend

Ich hab mir vorgenommen, den neuen Akku besser zu pflegen. Kein Laden über Nacht mehr, sondern lieber das Prinzip: zu 80% aufladen und bei 20% Akkustand wieder neu aufladen. Das soll für mehr Ladezyklen sorgen.

Tatsächlich ist auch mir ein paar Mal das Fairphone runtergefallen. Es gab aber keine Schäden. Insgesamt bin ich aber sehr bedacht auf einen sorgsamen Umgang mit diesem teuren Stück Technik.

Während der Durchschnittsbürger nur 18 Monate lang sein Smartphone nutzt und dann ein neues kauft, habe ich nun schon 4 Jahre lang mein Smartphone und bin optimistisch, dass ich es noch lange weiternutzen kann.

1 Kommentar für “Modulare Technik ist die Zukunft

  1. Danke für den Beitrag. Ich liebäugele sehr damit, mir ein Fairphone anzuschaffen, wenn mein akutelles die Grätsche macht. Was du so schreibst, klingt sehr überzeugend.

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