Kiel engagiert sich gegen Lebensmittelverschwendung

Eine erfolgreiche Aktionswoche zum Thema Lebensmittelver(sch)wendung ist zu Ende. Viele interessierte KielerInnen haben die Aktionen des ABK in der Stadtbücherei aufgesucht und sich über das Thema informiert und in den Diskussionen wertvolle Beiträge geleistet. Als Fazit der Veranstaltungsreihe steht ganz klar: Kiel engagiert sich gegen Lebensmittelverschwendung.

podiumsdiskussionBei der Podiumsdiskussion „Sind Kiels Lebensmittel noch zu retten?“ am Montag diskutierten Vertreter aus dem Handel, der Politik, der Verbraucherzentrale, der Kieler Tafel und Foodsharing über das Lebensmittelretten in Kiel. Wie kommen die Tafel und Foodsharing an ehrenamtliche Helfer? Wie steht der Einzelhandelsverband zum Thema Containern? Bei einem Punkt waren sich die Podiumsdiskussionsteilnehmer einig, Verbraucherbildung spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Jeder einzelne sollte bestrebt sein, Wissen über den Wert von Lebensmitteln an seine Mitmenschen und Kinder weiterzugeben. Der Wunsch nach mehr Bildungsangeboten besteht, Ideen gibt es viele.

Am Stand von Hunkelstide konnte jeder diese Woche die köstlichen getrockneten Früchte probieren. Nachhaltigkeit bedeutet Regionalität und Saisonalität, daher gibt es bei Hunkelstide nur das, was aktuell in Norddeutschland geerntet wird.

Der Vortrag über Urban Gardening Projekte in Kiel zog viele Interessierte in die Stadtbücherei. In der anschließenden Diskussion waren sich alle einig, dass es mehr ungezwungene Gärtnertreffen geben muss, um vor allem „gartenfremden“ Personen den Einstieg zu erleichtern. Das Projekt Grünkultur stellte sich und seine Pläne für 2016 vor. Einige Besucher tauschten Kontakt mit Mathias Semling aus, dem Ansprechpartner von Grünkultur.

austtelungIn dem Vortrag „Das Klima im Kochtopf. Was hat Ernährung mit Klimawandel zu tun?“ von Imke Frerichs (Brot für die Welt) ging es um Klimagerechtigkeit. Den Großteil der CO2-Emissionen und Lebensmittelabfälle entstehen in den Industriestaaten. Die Auswirkungen des Klimawandels trifft aber besonders die Entwicklungsländer. Jede Person in Deutschland verursacht jährlich allein durch Lebensmittelabfälle 2t CO2, hinzu kommen noch andere Bereiche wie Mobilität und Energie. Das Ziel muss es sein, die gesamten CO2-Emissione auf 2t pro Person zu senken, um der Erderwärmung und dem Klimawandel effektiv entgegen zu wirken. In der Ausstellung vor Ort wurden viele Tipps zu einem nachhaltigeren Umgang mit Lebensmittel dargestellt.

Die Verbraucherzentrale SH sprach über „Teller statt Tonne“ und gab Alltagstipps für weniger Lebensmittelabfall. Viele Tipps haben wir auch als Blogbeiträge für Euch aufbereitet. Zum Beispiel die richtige Lagerung von Fleisch, Obst, Gemüse, Milch, Brot, Käse, die richtige Kühlschrankorganisation und die Bedeutung des Mindeshaltbarkeitsdatums.

Impressionen von der Aktionswoche in unserem Facebook-Album.

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