Käseersatz aus Sonnenblumenkernen

Eine Gruppe von Studierenden aus Kiel und Jena arbeiten gerade daran, eine Käsealternative aus Sonnenblumenkernen herzustellen. Das Team von „Caese Krake“ wagt sich zuerst an die Produktion eines veganen Camemberts.

Natalie Krakowski, Daniel Beckmann, Lucas Vogt und Siecka Reichel möchten ein regionales Produkt herstellen, dass preiswert, vegan und lecker ist. „Die Entwicklung soll dabei sehr nah am traditionellen Käseherstellungsverfahren sein. Darüber hinaus erhoffen wir uns, dass unser ‚Caese‘ perspektivisch eine authentische und tatsächliche Alternative zu dem derzeitigen Angebot darstellen wird. Dies gilt insbesondere auch für die Personen, die (noch) nicht vegan leben“, sagt Siecka Reichel, die im Team die Kommunikation nach außen übernimmt.

Siecka, Natalie und Lucas kennen sich aus ihrem Heimatort Lübeck. „Die Idee zum veganen „Caese“ stammt aber ursprünglich von Natalie und Daniel, den Natalie 2018 kennenlernte“, so Siecka, die in Jena Germanistik studiert, während der Rest des Teams in Kiel ist. Jeder im Team bringt andere Kompetenzen mit. Natalie studiert Ökotrophologie und befasst sich schon länger mit dem Thema Ernährung. Daniel ist gelernter Metallbauer und studiert aktuell Bauingenieurswesen. Lucas studiert die Fächer Philosophie und Deutsch, doch schon seit seiner Jugend interessiert er sich für Gestaltung, Fotografie und Film.

Auf der Suche nach dem guten veganen Käsegeschmack

Natalie und Daniel waren von den bisherigen Käsealternativen nicht überzeugt. Außerdem kritisieren sie, dass häufig modifizierte Stärke und Fett enthalten ist. Sie beschlossen, selbst einen veganen „Caese“ herzustellen. In Natalies Studium der Ökotrophologie gab es immer wieder Berührungspunkte mit dem Thema Käseherstellung. Um selbst aktiv zu werden, musste aber zuerst die Frage des Rohstoffes geklärt werden. Die Wahl fiel auf Sonnenblumenkerne, sie sind regional und günstig. „Unser Ziel ist es aktuell, einen echten Käsegeschmack zu imitieren. Natürlich muss noch erprobt werden, inwiefern das möglich sein wird. Wir haben perspektivisch verschiedenste Sorten geplant“, so Siecka. Der erste „Caese“, der im Fokus steht, ist eine Camembert-Alternative. Wenn sich diese bewährt, werden weitere Sorten, wie Blauschimmelkäse oder Gouda, folgen.

In der Entwicklung steht das Team noch am Anfang. Lässt aber bereits über ihre Social Media Kanäle alle Interessierten daran teilhaben, was bei der Produktion eines veganen „Caeses“ so passiert. Erste Prototypen gibt es, können aber noch verbessert werden, so Siecka. Sie ist zuversichtlich, dass es den veganen „Caese“ bereits Ende 2021 in ausgesuchten Kieler Läden zu kaufen gibt.

Wer teilhaben möchte, an der Entwicklung eines veganen Kieler „Caeses“, schaut am besten mal auf Instagram oder Facebook vorbei. Eine Webseite ist gerade noch in Arbeit. „Wir freuen uns über jegliche Unterstützung, sei es auf finanzielle Art über buymeacoff.ee oder als Kommentar oder Nachricht mit Anregungen und Ideen für das Produkt“, so Siecka.

Foto: Caese Krake

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