Im Rhythmus der Jahreszeit leben

Ruhe genießen, Kräfte sammeln, tief durchatmen – wer im Rhythmus der Jahreszeiten leben möchte, schaltet im Winter den Energiesparmodus ein. Großer Vorteil: Es gibt keinen Drang nach Neuem oder Veränderungen. Eine Zeit lang kann alles so bleiben, wie es ist. Wer sich auf diese Denkweise einlässt, bleibt entspannt und ärgert sich nicht so intensiv über die natürliche Müdigkeit, die einen aufgrund des Lichtmangels überkommt.

Warum muss am kalendarischen Jahresanfang alles geplant werden? Neues in Angriff genommen werden und vermeintlich schlechte Angewohnheiten überdacht werden? All dieser Optimierungsdruck und das mitten in einer Zeit, die von Natur aus als eine Zeit der Ruhe und Pause gedacht ist. Den ganzen Januar hab ich mir zu diesem Thema Gedanken gemacht, Bücher gelesen und Inspirationen gefunden. Sich von dem Druck des Außen/der Gesellschaft/der Werbung zu befreien, ist ganz im Sinne des Minimalismus, den ich lebe. Nicht das Außen bestimmt, wie ich mein Leben gestalte. Gerade durch das Verweigern von Konsum und Optimierungswahn ist viel mehr Gelassenheit in mein Leben gekommen. Umso mehr kann ich es jedem empfehlen, sich der Jahreszeit einfach hinzugeben.

Wer die Natur jetzt beobachtet, ganz besonders an so wunderschönen Tagen mit eisiger Luft und blauem Himmel, spürt beim Spaziergang, dass alles inne hält. Es ist okay, dass es gerade alles etwas langsamer läuft. Es ist okay, dass das eigene Tagespensum gerade kleiner ausfällt. Es ist Winter und das ist auch gut so. Der Tatendrang wird im Frühling mit den ersten farbig blühenden Pflanzen und hellgrünen Blätterknospen von ganz alleine wiederkommen. Die Kraft in uns schlummert nur, sie ist aber weiterhin da und das hilft, die müden Tagen in einem positiveren Licht zu sehen. Für mich geht es nicht darum, in kürzester Zeit viel zu schaffen. Ich möchte im Moment leben, und der Moment jetzt ist die Schönheit des Winters.

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