Heilfasten – der natürliche Reset

Dass Fasten dem Körper und dem Geist hilft, sich von Unnötigem zu lösen und Schadstoffe auszuspülen, ist in vielen Kulturen seit langer Zeit bekannt. In der heutigen Zeit essen wir viel zu viel und ständig, viele bekommen Krankheiten oder fühlen sich einfach nicht so energiegeladen. Auch ich bin Teil dieser Essenskultur. Gerade habe ich eine 7-tägige Heilfastenzeit gemacht und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen.

Ich habe zwei Autoimmunerkrankungen, wovon eine neuro-degenerativ ist. Während die Schulmediziner mich nur mit Chemie vollpumpen wollen, die erhebliche Nebenwirkungen hat und zu weiteren Medikamenten führt, habe ich mich für die Naturheilkunde entschieden. Begleitet von einer Fastenleiterin und einem Fastenarzt, habe ich jetzt eine Fasten-Therapie begonnen. Sie beginnt mit 7 Tage Buchinger Fasten mit 300ml Gemüsesaft und 250ml Gemüsebrühe am Tag. Vorher gab es drei Entlastungstage, an denen ich nur Kohlenhydrate in Form von Gemüse essen durfte. Genauso ist es mit den 3 Aufbautagen im Anschluss.

Der Ablauf
Am ersten Fastentag wurde mit Glaubersalz der Darm vollständig entleert. Morgens und mittags gibt es jeweils 150ml Gemüsesaft (Direktsaft: Möhre oder Tomate) und abends 250ml frisch gekochte Gemüsebrühe (ohne feste Bestandteile). Klingt hart, aber ich empfand es gar nicht als schlimm. Habe mich sehr auf die Mahlzeiten gefreut und das Wenige sehr genossen. Der Bauch grummelte viel während der 7 Tage, aber es war kein tiefgreifender Hunger, wie man ihn sonst kennt. Mit viel Tee und Wasser ließ es sich sehr gut in den Tag leben. Meine Erwartung war, dass ich viel schlafen würde, weil ich so energielos bin. Aber tatsächlich war ich jeden Tag für mind. 2 Stunden an der frischen Luft, spazieren und tief ein- und ausatmen.

Selbstheilung aktivieren
Warum das Ganze? Ich sehe im Fasten die Chance auf natürliche Weise meinen Körper zu heilen bzw. die krankmachenden Elemente in mir zurückzubilden. Es gibt viele Dokus und Berichte über die Wirksamkeit von Fasten bei schweren Krankheiten. Dadurch dass der Darm komplett leer ist und kein Nachschub an Nahrung kommt, sterben die „schlechten“ Darmbakterien ab. Unterstützend kann man alle zwei Tage einen Einlauf machen. Die Darmflora kann sich neu bilden. Und dass der Darm viel Einfluss auf die Gesundheit hat, wurde auch schon viel diskutiert und gilt als bestätigt. Der Körper bekommt keine Glukose mehr durch die Nahrung und holt seine Energie zum Teil aus den Eiweißen, aber größtenteils aus den Fettreserven. Schöner Effekt: man nimmt einige Kilogramm ab. Aber das ist nur vorübergehend, nach dem Fasten wiegt man meistens wieder so viel wie vorher. Um die Leber beim Entgiften zu unterstützen, machte ich täglich einen Leberwickel, bei dem ein nasses Tuch und eine Wärmflasche fest auf die Leber gelegt wurde und 30 Minuten Ruhe und Entspannung angesagt war.

Was bringt´s?
Bei mir werden es Langzeituntersuchungen erst zeigen, ob das Fasten Einfluss auf meinen Krankheitsverlauf hat. Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht, dass man während des Fastens eigentlich ganz normal oder vielleicht sogar mehr Energie hat, als sonst. Für mich kam noch hinzu, dass ich während des Heilfastens auch mental gut abschalten konnte. Meine Tage hab ich mir frei eingeteilt, selbst bestimmt wann ich was mache und eigentlich hatte ich gar nichts Bestimmtes vor. Entspannung pur ohne Terminstress. Ich hatte viel mehr Zeit, da man nicht einkaufen musste oder Essen zubereiten. Klar hat mich Essensgeruch und Bilder von Essen etwas hungrig gemacht, aber mit dem Gedanken „Nächste Woche kann ich es wieder essen“ war es gar nicht schlimm.
Ich denke, dass viel mehr Menschen das Fasten ausprobieren sollten, es gibt wirklich so viele positive Berichte über die Linderung von Symptomen und einem viel besseren Wohlbefinden im Nachhinein. Ab jetzt faste ich täglich 14 Stunden, quasi über Nacht. Das ist gut in den Alltag zu integrieren und es soll die Fastenerfolge weiter erhalten, bis zur nächsten Heilfastenwoche in 6 Monaten.

***Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und enthält meine Meinung. Ich empfehle allen, die Fasten wollen, zuerst mit seinem Arzt zu klären, ob körperlich etwas dagegen spricht. Mich hat die ärztliche Betreuung auf jeden Fall beruhigt und alle Fragen zwischendrin geklärt.***

Video-Empfehlung:
„Eat, fast and live longer“
https://vimeo.com/170735109

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