Der kranke Müll

Grenzen der Nachhaltigkeit – Wer im Krankenhaus liegt, macht sich kaum Gedanken darüber, wie nachhaltig Krankenhäuser eigentlich sind. Wenn unsere Gesundheit gefährdet ist, nehmen wir viele nicht nachhaltige Tatsachen hin. Ein paar Gedanken zu einem schwierigen Thema.

Hygiene ist das A und O in einem Haus voller kranker Menschen. Täglich durchwischen und Müll entleeren, ist vorgeschrieben. Müll entsteht einerseits durch die verpackten, sterilen Spritzen und Kanülen und was auch immer, die natürlich nach der Benutzung entsorgt werden. Wir wären nicht beim medizinischen Stand von heute, wenn wir im Gesundheitswesen auf Wiederverwendbarkeit achten würden. Größtenteils sind die Sachen aus Kunststoff gefertigt. Ob es da Alternativen gibt? Kompostierbare Spritzen? Klingt komisch, aber wenn man es mal im Internet sucht, findet man tatsächlich so etwas (Kompostierbare Einweg-Luft/Wasser-Kanüle).

Müll entsteht auch beim Frühstück, Mittag und Abendessen. Das Frühstück kommt in kleinen Plastikpäckchen ins Zimmer. Margarine oder Butter, Frischkäse, Schmelzkäse, Streichwurst, Marmelade – alles einzeln verpackt. Zu jeder Mahlzeit einen Joghurt in Plastikbecher. Zum Mittag meist noch ein Gebäckstück im Folie geschweißt. Jeden Tag verursacht jeder Patient so unweigerlich Müll. Für Personen, die auf Müllvermeidung sensibilisiert sind, keine einfache Sache. Aber wie sollte eine Alternative aussehen? Ein großes Stück Butter, von dem jeder mit seinem Messer ein Stück abnimmt? Ein großer Marmeladentopf, wo jeder mit einem Löffel, eine süße Ladung herausholt? Bei so manch einem Hotelfrühstück klappt das doch auch. Umfüllen in kleine Glasschälchen, so dass kein Müll entsteht. Glasschalen im Krankenhaus…hm, vermutlich zu gefährlich, auch ist nicht jeder mobil genug, um zu einer Frühstücksbar zu laufen und sein Tablett zurück zum Zimmer zu tragen. Und überhaupt, könnte man bei so etwas verhindern, dass nicht doch jemand seine Keime ins Essen bringt? Irgendwie eine gruselige Vorstellung.

Betrachtet man das Thema ganz radikal, so fungieren Krankheiten als natürliche Auslese und regeln die Überbevölkerung der Erde. Dem steht die heutige medizinische Versorgung im Weg. Nunja, vielleicht trifft diese harte Aussage nur auf frühere Zeiten zu. Die meisten unserer Krankheiten sind doch sogenannte Zivilisationskrankheiten und entstehen mitunter erst durch die schädlichen Umwelteinflüsse, die die Menschheit herbeigeführt hat. Das ist ein unangenehmes Thema, über das man nicht gern nachdenkt. War doch jeder von uns schon mal krank und benötigte Medikamente, um Bakterien, Viren oder Infektionen abzuwehren. Ich denke nicht, dass sich jemand freiwillig in die Zeit zurückwünscht, in der es all das nicht gab. Viel mehr sollten wir uns wieder auf die Naturheilmittel besinnen und uns Zeit geben, zu heilen. Klar, das trifft nicht auf jede Krankheit zu. Aber für viele Krankheiten gibt es alternative Behandlungsmethoden. Das Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte ist für mich dabei ein Grundgedanke. Denn egal, ob ich tausend Tassen Tee oder nur spezielle Lebensmittel zu mir nehme, wenn ich nicht daran glaube, gesund zu werden und mich selbst zu heilen, verzögert das die Heilung bzw. verschlimmert es den Krankheitsverlauf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Secured By miniOrange