Der Hafer von nebenan

Vor kurzem machte ich eine Radtour durch die Probstei und lernte einiges über die Felder und Höfe dort. Organisiert werden die Touren vom Probstei Museum. Ich kann jedem nur empfehlen, da mal mitzufahren, es lohnt sich.

Um die 25 Kilometer lang war die Tour, die ich mitgefahren bin. Von Schönberg über Höhndorf und Passade nach Probsteierhagen und über Barsbek zurück. Wir sind langsam gefahren und unser Tourguide, Hans Hermann Malchau, machte viele Stopps, um uns etwas über Felder und Höfe zu erzählen.

In der Probstei wird viel Landwirtschaft betrieben. Wir kamen an Hafer- und Gerstenfeldern vorbei, an Bio-Bohnen und Bio-Kleegras. Malchau erzählte uns, dass die Landwirte wieder zu ihren alten Anbauzyklen mit mehr als drei Feldern zurückkehren. Weil sie merken, dass es den Böden nicht gut tut, wenn sie so extensiv bewirtschaftet werden und keine Zeit zum Erholen haben. Mit Leguminosen wie Kleegras kann sich wieder Stickstoff im Boden anreichern und es muss weniger Dünger ausgebracht werden. Malchau ist selbst über 70 Jahre alt und auf einem Bauernhof aufgewachsen. Was er erzählte, machte den Eindruck, dass er etwas von der Landwirtschaft versteht. Schön waren auch seine kleinen Anekdoten, die er preis gab – über Kindheitserinnerungen wie Knickholzsammeln oder das Wasserholen an einer uralten Quelle.

Die Touren dauern ungefähr 3-4 Stunden. Ich hatte mir für 8 Euro ein Fahrrad in Schönberg geliehen. Wer will könnte auch von Kiel aus mitm Rad auf der Fähre nach Laboe fahren und von dort weiter bis nach Schönberg radeln. Dauert ungefähr eine Stunde. Die Teilnahme an der Tour kostet 3 Euro.

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