Unverpacktes Frühstück

Manchmal ist es einfacher sich in kleinen Schritten dem Thema Nachhaltigkeit zu nähern. Wieso also nicht mal versuchen eine Mahlzeit am Tag verpackungsfrei zu gestalten? 

Als Beispiel hab ich mal mein heutiges Frühstück fotografiert:

  • Brot vom Bäcker – im eigenen Baumwollbeutel abgeholt
  • Tilsiter von denns Käsetheke – dort kann man sich Käse schneiden lassen und direkt ohne Papier ins eigene Gefäß legen lassen
  • Tomate, Gurke, Zwiebeln vom Wochenmarkt
  • Haferflocken, Zucker und Kaffeepulver von unverpackt
    Milch für den Kaffee in Pfandflaschen bei unverpackt
  • Joghurt mit Beerenmousse im Pfandglas bei Erdkorn gekauft 
  • Leitungswasser aus dem Wasserhahn

Wie frühstückt ihr? Ist euer Frühstück auch verpackungsfrei? Wer es momentan noch nicht schafft, könnte sich ja auch die Challenge stellen an einem Tag in der Woche verpackungsfrei zu essen…

Minimalismus-Stammtisch

###Update 03.2019: Der Stammtisch wurde wegen zu geringer Nachfrage eingestellt.###

Seit Mitte 2016 gibt es einen Minimalismus-Stammtisch, initiiert von Fördegrün und Heimathafen Herz. Immer am zweiten Mittwoch eines Monats treffen wir uns um 19 Uhr in der Alten Mu, in der Thinkfarm. 

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Buchtipp: After Work

Nach dem Motto „Sinnvoll tätig sein statt sinnlos schuften“ hat Tobi Rosswog seine Perspektive auf die heutige Arbeitskultur zusammengefasst. Es geht darum, herauszufinden, was man selbst braucht und nicht in einem System zu verharren, dass einen geistig und körperlich verkümmern lässt.

Foto: oekom verlag

Ich hab Tobi Rosswog das erste Mal auf der Utopikon 2016 in Berlin gesehen. Meinen Nachbericht zur Veranstaltung findet Ihr hier: „Neue Wege gehen“. Es war eine Konferenz zum Thema geldfreier Leben und Utopien leben. Das nächste Mal traf ich Tobi bei einem Workshop hier in Kiel zum Thema Degrowth in der Arbeitsgruppe Minimalismus. Seine Vorträge fand ich immer sehr inspirierend, aber oft fehlte mir auch das ganzheitliche Bild zu seiner Perspektive. Das Buch, was er nun im Oekom Verlag veröffentlichte, bietet eine gut begründete Einsicht in das Thema moderne Arbeitskritik.

Warum arbeiten wir eigentlich? Viele würden sagen, weil wir Geld brauchen, um zu überleben, um Essen und Kleidung und Miete zu bezahlen. Oder auch um die Schulden durch unsere Ausbildung zu tilgen. Doch Geld wird oft auch genutzt, um Besitz anzuhäufen und die meisten Menschen definieren sich über ihren Besitz. Wer wären wir also ohne Arbeit? Wer ohne Geld oder Besitz? 

Nicht jeder ist glücklich mit seiner Tätigkeit im Beruf. Betrachtet man es ganz nüchtern, so sind viele Berufe nicht nur sinnfrei, sondern sogar umweltschädlich. Sinnentleerte Arbeit macht Menschen krank, Konkurrenzdenken und Stress macht Menschen krank, Leistungsdruck macht krank.

Der Kapitalismus zerstört die Erde. Unendlicher Wachstum in einer begrenzten Welt ist nicht möglich und doch konzentriert sich die Politik auf Wirtschaftswachstum und verspricht Arbeitsplätze zu schaffen.

Tobi Rosswog lädt an vielen Stellen im Buch dazu ein, sich auf Gedankenexperimente einzulassen und sich bestimmten Fragen einmal konkret zu stellen. Dazu gibt er Tipps für ein arbeitsfreieres Leben. Sich informieren, die eigene Lebenswirklichkeit reflektieren und überdenken, was man selbst im Leben braucht, sich mit Gleichgesinnten zusammentun und in Teilen bereits das zu leben, was man für richtig hält. Sei es Kleidung und Gegenstände mehr wertschätzen und reparieren, anderen Hilfe anbieten, Dinge tauschen und leihen, sich einer Solidarischen Landwirtschaft anschließen usw. Sich aber auch Zeit nehmen, um alles zu verarbeiten und sich zu entspannen. Wer über einen gewissen Zeitraum dranbleibt, kann so neue Gewohnheiten schaffen und hat auch Kraft, Schlechtes zu boykottieren und andere zu inspirieren.

Für jeden Lebensbereich stellt er die Alternativen vor, die ressourcenschonend und umweltfreundlich sind, weniger Geld kosten und somit freier machen von der Lohnarbeit. Im Kapitel danach werden Initiativen vorgestellt, die genau diese einzelnen Aspekte leben und zeigen, dass es geht. Dabei geht es gar nicht immer darum, dass diese Konzepte, wie Foodsharing, gesamtgesellschaftlich funktionieren sollen. Doch wer gerettete Lebensmittel zu sich nimmt, spart Geld und schafft damit mehr Freiheit und Zeit, um sich der Frage zu stellen, was man für die Gemeinschaft sinnvolles tun könnte. Was wollen wir in die Gesellschaft einbringen? 

Viele Ideen erscheinen gesamtgesellschaftlich unmöglich, weil wir vom kapitalistischen System so sozialisiert sind, dass es uns so vorkommt. Dass jeder das tut, was er möchte und was er kann, unabhängig von Ausbildung oder finanzieller Lage – das ist die Utopie, die Rosswog anstrebt. 

Zum Ende noch ein Zitat, was ich bei der Utopikon von ihm gehört habe:

„Utopien sind „unmögliche“ Vorstellungen von der Zukunft. Geht man einen Schritt auf sie zu, entfernen sie sich um einen. Auch wenn wir die Utopie nicht erreichen, so hilft sie uns einen neuen Weg zu gehen.“

Tag der Naturheilkunde in Kiel

Am Mittwoch, 3. Oktober, findet in der Pumpe der Tag der Naturheilkunde statt. Organisiert vom Naturheilverein Kiel gibt es bei freiem Eintritt eine Reihe von Vorträgen und Workshops. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Leben mit den Rhythmen der Natur“. weiterlesen

Buchtipp: Mäßigung

Foto: Oekom Verlag

Die heutige Gesellschaft lebt in der Maßlosigkeit. Jeder möchte immer mehr besitzen, anhäufen, verreisen, erleben und kaufen. Woher kommt dieses Bedürfnis nach immer mehr? Brauchen wir diese Zerstreuung wirklich? Thomas Vogel geht in seinem Buch „Mäßigung – Was wir von einer alten Tugend lernen können“ dem Phänomen nach und stellt heraus, dass ein Weg mit weniger kein Verzicht ist. weiterlesen

Informationstag zu Arbeit im Naturschutz

Anlässlich der Fairen Woche informieren der Ökomarkt Verein Hamburg und das Studentenwerk SH Studierende am 25. September in Kiel über einen ressourcenschonenden und gerechten Ernährungsstil. Zudem ist nachmittags ein Berufsforum zum Thema Arbeit und Ausbildung im Naturschutz geplant.

Am Dienstag, 25. September, ab 11.15 Uhr ist der Ökomarkt Verein mit einem Aktionsstand in der Mensa I. Hier geben die Mitarbeiterinnen des Vereins Tipps zu einer nachhaltigen Ernährungsweise mit Bio-Produkten. Die Studierenden erhalten Informationen zum ökologischen Landbau und erfahren dabei, wie eine Ernährung mit Bio-Produkten auch mit einem „kleinen“ Budget möglich ist und Ressourcen schont. Außerdem können die Studierenden spielerisch die Grundsätze des Fairen Handels kennenlernen.

Ab 14 Uhr startet das Vortragsprogramm zum Deutschen Naturschutztag. Es wird ein Überblick über die Entwicklung der Berufe im Naturschutz, Anforderungen sowie Beratungsmöglichkeiten bei der Studien- und Berufswahl gegeben.
Ab 15 Uhr stellen sich Ausbildungsstätten vor. Es gibtInfos zu Studium, Aus- und Weiterbildung, FÖJ, Bundesfreiwilligendienst, Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau, Studium an Universitäten und Fachhochschulen, das Referendariat der Landespflege und Weiterbildung zum Ranger und Naturführer.
Um 16.30 Uhr geht es dann um die Berufsfelder in Naturschutzbehörden, Fachbehörden im Naturschutz- und Infrastrukturbereich, Planungs-, Ingenieur- und Gutachterbüros, Forschung und Wissenschaft sowie Verbänden.

Das ausführliche Vortragsprogramm gibt es hier: www.deutscher-naturschutztag.de/tagungsprogramm/dienstag-2509/berufsfeld-forum.html

Umfrage zu Mobilität in Kiel

Wie bewegt Ihr Euch fort? Zu Fuß, mitm Rad, mitm Bus oder mit eigenem Auto? Die Stadt Kiel hat nun eine Online-Umfrage gestaltet, um herauszufinden, wie Kieler sich fortbewegen und wie das Angebot an klimafreundlichen Angeboten wie Carsharing verbreitet sind. Noch bis zum 30. September könnt ihr online auf  https://umfragen.kiel.de/Wohnen-leitet-Mobilitaet teilnehmen.

Die Umfrage ist im Rahmen des Projektes »Wohnen leitet Mobilität« vom Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) in Kooperation mit der KielRegion GmbH sowie der Landeshauptstadt Kiel entwickelt worden. Die Region Kiel ist eine von bundesweit fünf Modellregionen. Zentrales Anliegen des Projektes ist die klimafreundliche Mobilität am Wohnstandort zu fördern und so den Zugang zu klimafreundlichen Verkehrsmitteln als Alternative zum Auto zu erleichtern. Durch das Bereitstellen verschiedener Mobilitätsangebote sollen Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit erhalten, aus einem vielfältigen Mobilitätsangebot eine für sie passende Fortbewegungsart wählen zu können. Zu solchen Wohnungs- und quartiersbezogenen Mobilitätsangeboten zählen beispielsweise Carsharing, Fahrradleihsysteme, Abstellmöglichkeiten am Wohnstandort sowie Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Ziel ist es, durch eine langfristige Änderung des Mobilitätsverhaltens, den mobilitätsbedingten CO2-Ausstoß zu senken. Der VCD arbeitet in diesem bundesweiten Projekt in Kooperation mit dem Öko-Institut und dem Deutschen Mieterbund (DMB). Weitere Informationen finden sie auf https://www.vcd.org/themen/wohnen-und-mobilitaet/.

Die Ergebnisse der Befragung fließen in die Entwicklung eines Leitfadens für das Projekt »Wohnen leitet Mobilität«, der verschiedenen Akteuren als Orientierung bereitgestellt. Dieser wird als Handreichung und Handlungsempfehlung konzipiert und dient der Verstetigung und weiteren intensiven Beschäftigungen mit dem Thema. Des Weiteren werden Teile der Befragung für eine Masterarbeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel verwendet. Eine Präsentation der Ergebnisse wird voraussichtlich ab Dezember 2018 online unter https://www.vcd.org/themen/wohnen-und-mobilitaet/projektregionen/nord/ zur Verfügung gestellt.

Unbedenklicher Kassenbon?

Die üblichen Kassenbons sind quasi Sondermüll. Viele denken vielleicht, dass ein Kassenbon normales Papier ist und ins Altpapier gehört. Dem ist aber nicht so. Denn in den meisten Fällen ist das Thermopapier, das mit Bisphenol A beschichtet ist. Diesem Stoff wird eine hormonähnliche Wirkung auf den Menschen nachgesagt. Landet der Bon im Altpapier und wird recycelt, existieren die schädlichen Stoffe weiter in den Endprodukten. Daher gehört der Kassenbon in den Restmüll. Kürzlich habe ich bei Erdkorn einen Ökobon nach dem Einkauf in die Hand gedrückt bekommen und mich dazu mal informiert. weiterlesen

Filmtipp: Weggeworfen – Trashed

Auf der Geburtstagsfeier vom unverpackt-Laden wurde der Film „Weggeworfen – Trashed“ gezeigt. Ein Film, den wir nur weiter empfehlen können.

Der Dokumentarfilm aus dem Jahr 2012 zeigt, wie viel Müll die Menschheit produziert und was mit ihm nach seiner Entsorgung passiert. Auf den Mülldeponien dieser Welt entstehen riesige Berge aus giftigen Müll. In den Meeren der Erde sammelt sich enorm viel kleinteiliges Plastik, in bestimmten Gebieten ist der Anteil an Plastik höher als die Anzahl an Plankton. Eine Reihe von Beispielen zeigt, dass Müllverbrennungsanlagen Dioxine in die Umwelt entlassen. Ein starkes Umweltgift, dass sich im menschlichen und tierischen Körpern ablagert und nicht mehr abgebaut werden kann. In besonders stark belasteten Gegenden kommen noch Generationen nach der höchsten Dioxin-Belastung Kinder mit Missbildungen zur Welt. Es heißt, jeder Mensch auch in Europa hat Dioxin im Körper.

Der Film zeigt ein Ausmaß der Müllkatastrophe, die einem noch stärker bewusst macht, wie wichtig es ist, Müll zu vermeiden.
Ganz nach dem Zitat von Albert Einstein: „Intellektuelle lösen Probleme, Genies vermeiden sie.“

Müll gehört nicht ins Meer

Screenshot aus der App

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Deutsche Kanu-Verband (DKV), der Deutsche Segler-Verband (DSV) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben die App „Gewässerretter“ ins Leben gerufen. Mithilfe dieser können Naturfreunde Fundorte von Müll in Gewässern protokollieren und zu gemeinsamen Müllsammelaktionen aufrufen.

Mehr Informationen gibt es auf der Website www.gewaesserretter.de.