Videotipp: Was die Wissenschaft über den Klimawandel weiß…

Ich möchte euch eine zweiteilige Doku aus der ARD-Mediathek empfehlen. Mai Thi Nguyen Kim und Caroline Wiemann erklären dabei, was die aktuellen wissenschaftlichen Fakten und Unsicherheiten zum Thema Klimawandel sind. Einige kennen Mai vielleicht auch vom unterhaltsamen #maiLab-Format, bei dem sie es schafft, auch komplexe Themen verständlich und mit einer Portion Spaß zu erklären.

Teil 1: Klimawandel: Was die Wissenschaft wirklich weiß (…und was nicht)

https://www.ardmediathek.de/wdr/video/doku-und-reportage/klimawandel-was-die-wissenschaft-wirklich-weiss-und-was-nicht-1-2/

Teil 2: Klimawandel: Was wir tatsächlich tun können

https://www.ardmediathek.de/wdr/video/doku-und-reportage/klimawandel-was-wir-tatsaechlich-tun-koennen-2-2

Saisonal essen: Feldsalat mit Rote Bete und Walnüssen

So simpel und doch so lecker: Feldsalat mit Rote Bete. Auch im Winter muss man nicht auf Salat verzichten, denn Feldsalat hat jetzt Saison. Dazu einfach eine Knolle Rote Bete im Stück und mit Schale kochen. Dauert länger, aber es bleiben mehr Nährstoffe erhalten. Nach dem Kochen schälen und in Stücke schneiden. Auf den Salat legen, dazu ein paar Walnusskerne. Beim Dressing gibt es viele Möglichkeiten, ich mag ganz gerne eine Mischung aus Leinöl, Olivenöl, Pfeffer, Salz und fruchtigen Essig.

Noch ein Tipp: Das Rezept schmeckt auch super mit knusprig gebratener Pastinake.

Suche Pachtgrundstück in Kiel und Umgebung

Die Pläne für unser Modulhaus schreiten voran. Ca. 38 Quadratmeter soll es groß sein. Die Suche nach einem Grundstück wird konkreter.

Alles fing im März vergangenen Jahres an: wir wollen ein Tiny House bauen. Erste Grundrisse wurden skizziert. Dann kam die Recherche nach möglichst ökologischen Baumaterialien. Eine erste Kostenaufstellung zeigte, dass wir uns das Vorhaben wohl leisten können. Allein die Aussicht auf ein geeignetes Grundstück trübt die Zuversicht. Wir brauchen ein Pachtgrundstück, dass bebaufähig ist.

Unsere Pläne haben sich vom Tiny House zum Modulhaus weiterentwickelt. Wir wollen aus 3 gebrauchten Seecontainern ein kleines, eingeschossiges Haus in L-Form bauen. Ohne Räder. Transportierbar ist das Haus später nur über Lkw, die mithilfe eines Krans die Container aufladen.

Von den Containern brauchen wir nur das Stahlgrundgerüst. Die Wände werden ersetzt durch Holzwände mit ökologischer Dämmung. Zwei Container werden so aneinander gestellt, dass sie einen großen Raum ergeben, das Wohnzimmer mit offener Küche. Der andere Container ist dann mit Schlafzimmer und Bad ausgestattet und steht im rechten Winkel zu den anderen beiden. Vor der Eingangstür soll es eine Terrasse geben, perspektivisch mit Glas überdacht, wie ein Wintergarten. Um uns das alles besser vorstellen zu können, haben wir ein 3D-Modell mit der kostenfreien SketchUp-App erstellt.

Heizen wollen wir mit einem Kaminofen, der auch Wasser führt und in einen Wasserspeicher leitet. Aufs Dach kommt Solarthermie und irgendwann auch eine Photovoltaikanlage. Das Dach wird ein Flachdach oder ein flaches Satteldach, da können wir uns den Bebauungsvorschriften des jeweiligen Gebietes anpassen. Eine kleinen Garten brauchen wir auch, um Lebensmittel anzubauen und unserer Katze Freilauf zu geben.

Durch ein Onlineseminar für die Standortsuche eines Tiny Houses kamen wir auf den Tipp, einmal ins Baulückenkataster zu schauen. Denn für ein dauerhaft bewohntes kleines Haus brauchen wir ein Grundstück, das für den Wohnungsbau zugelassen ist.

In Kiel gibt es den Wohnbauflächenatlas. Dort sind alle Flächen im Stadtgebiet eingezeichnet, die für den Wohnungsbau geeignet sind, aber noch nicht bebaut wurden. Nach unserer ersten Anfrage ans Stadtplanungsamt kam allerdings die Ernüchterung: alle städtischen Flächen, die im Wohnbauflächenatlas mit LHK als Eigentümer gekennzeichnet sind, werden immer offiziell ausgeschrieben auf der Webseite kiel.de/Immobilien. Warum genau, das von uns angefragte Gebiet, nicht ausgeschrieben wurde, teilte man uns nicht mit. Daher bleibt nun nur noch die Chance, Flächen anzufragen, die private Eigentümer haben. Allerdings kann auch hier nur die Anfrage ans Stadtplanungsamt geschickt werden und die leiten unsere Kontaktdaten an die Eigentümer weiter. Datenschutzgründe und so. Ob die sich dann bei uns melden, bleibt abzuwarten.

Unser Ziel ist es im Randgebiet von Kiel eine Pachtfläche zu finden, auf der wir bauen können. Da wir uns kein Auto anschaffen wollen, sollte der Weg nach Kiel mit Rad, Bahn oder Bus möglich sein. Also, wer etwas hört oder wen kennt, wir sind für alle Hinweise dankbar!

Gratis-Onlinekurs zum Klimaschutz

Im Lockdown haben wir ja alle etwas mehr Zeit. Wer noch eine sinnvolle Weiterbildung sucht, dem empfehle ich die kostenlose Online-Vorlesung KlimaMOOC. Das tolle: die Webinare sind aufgezeichnet und können jederzeit aufgerufen werden. Unter den Keyspeakern ist auch der Kieler Wissenschaftler Prof. Dr. Mojib Larif vom GEOMAR.

Die Online-Vorlesung ist ideal für alle, die sich auf verständliche Weise von Wissenschaftlern die Zusammenhänge rund ums Thema Klimawandel erklären lassen wollen. Zum Vertiefen der Inhalte gibt es zudem kleine Aufgaben und ein Forum, in dem man sein Wissen teilen kann.
Dieses Angebot gibt es schon seit 2019. Doch ist nach wie vor aktuell. Es wurde von dem Deutschen Klima-Konsortium und WWF konzipiert.

www.oncampus.de/weiterbildung/moocs/klima-mooc

Saisonal essen: Rosenkohl und panierter Sellerie

Vegan, saisonal und regional – dieses Gericht erfüllt wohl alle Kriterien. Kartoffeln, Rosenkohl und Möhren mit knusprig paniertem Selleriescheiben dazu eine dunkle Pilz-Bratensauce.

weiterlesen

Die billige Wiedergutmachung?

Es fühlt sich an wie ein Geständnis: Ich bin dieses Jahr dreimal selbst mit einem geliehenen Auto gefahren. Insgesamt 657km, das macht ca. 73 kg CO2-Emissionen. Anbieter wie atmosfair bieten an, bestimmte CO2-Mengen zu kompensieren. Aber als Mindestmenge werden 230kg CO2 vorgegeben. Der Preis dafür beträgt 6 Euro. Kann das wirklich stimmen? Ich bin entsetzt, dass Wiedergutmachung so billig ist. #unbezahlteWerbungDurchFirmennennung

weiterlesen

Filmtipp: Ökozid

Auf ARD lief vergangene Woche der Film „Ökozid“, in dem es darum geht, dass 2034 die Politik zur Rechenschaft gezogen wird, weil sie beim Thema Klimaschutz versagt hat. Gefordert werden mehrere Millarden Euro Entschädigung. Der Film ist noch bis 18. Februar in der Mediathek zu sehen:

https://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-klimakrise/film/index.html

In dem Film wird der Prozess vor dem Internationen Gerichtshof verhandelt. Mittels Zeugenaussagen und Archivvideos wird argumentiert. Merkel äußerte sich früher klar für mehr Klimaschutz, doch unter dem Einfluss von Lobbyisten änderte sich ihre Meinung und sie traf nur noch Entscheidungen, die der Wirtschaft zugute kamen.

Die Fülle an Informationen, die Stichhaltigkeit und das gerichtliche Vorgehen sind nicht unbedingt leichte Kost fürs Gehirn. Aber es hat mich sehr erstaunt, dass Merkel so stark ihre Aussagen ändert und abschwächt, um der Industrie zu gefallen. Auch wenn es Deutschland in dieser fiktiven Doku nicht so hart trifft, so leiden viele andere Staaten unter den Auswirkungen des Klimawandels. Ob Entschädigungszahlungen da wirklich etwas bringen, wage ich zu bezweifeln. Geld ersetzt keine Natur.

Generell kamen viele interessante Dokus, Filme und Talkrunden in der vergangenen ARD-Themenwoche „#WieLeben“. Darunter ist auch die Doku „Ich bin Greta“, die sehr gut veranschaulicht, wie sich der Hype um die Klimaaktivistin entwickelte, aber ihre Themen ungehört blieben. Frustrierend irgendwie. Auch die Fridays-For-Future-Bewegung wurde mit einer Doku dargestellt. So viel Energie floss in die Vorbereitung und Durchführung der Demonstrationen. Tausende von Menschen gingen auf die Straßen weltweit. Am Ende stehen ausgebrannte Jugendliche und verändert hat sich… nichts. Niemand wollte der Klimakrise ins Auge blicken und nun haben wir eine andere Krise, die viele Wirtschaftszweige lahmlegt, die auch als besonders klimaschädlich gelten. Plötzlich kann doch aufs Reisen, vor allem Fliegen, verzichtet werden. Die Bedrohung scheint in der Pandemie viel präsenter, als in der Klimakrise.

Alle Videos aus der Themnwoche #WieLeben findet ihr unter https://www.daserste.de/specials/ueber-uns/ard-themenwoche-2020-wie-leben-100.html Reinschauen lohnt sich!

#unbezahlteWerbung

Wie wenig Raum ist noch genug?

Urlaub auf ca. 8 Quadratmetern? Das geht! Und zwar ziemlich gut und gemütlich: im Campingfass. Wir waren Anfang Oktober auf dem Campingplatz Prinzenholz in Eutin und haben zwei Nächte im Fass geschlafen. Eine gute Vorbereitung auf ein Leben im Tiny House? #unbezahlteWerbung

weiterlesen

Mein Ruhepol und Kraftort

Um das Thema Nachhaltigkeit kann man sich nur kümmern, wenn sonst keine elementaren Probleme im Leben bestehen. Eine gewisse Resilienz, emotionale Stabilität, ist erforderlich, um überhaupt handeln zu können. In stressigen Zeiten hilft es mir, meine Verbindung zur Natur zu stärken.

weiterlesen

Waschen mit Efeu

Vor ein paar Wochen war unser Waschmittel leer; wir waschen immer mit Kastanien und hatten wohl nicht genug im letzten Herbst gesammelt. Als Alternative hab ich das Waschen mit Efeublättern ausprobiert.

Efeu hat den Vorteil, dass er immergrün ist und daher ganzjährig verfügbar ist. In den Blättern sind, genau wie in Kastanien, natürlichen Seifenstoffe, sogenannte Saponine. Ich habe ein paar frische Efeublätter gepflückt und in einem Baumwollsäckchen mit in die Wäschetrommel gegeben. Ein Waschgang war 40 Grad, der andere 60 Grad. Ich muss sagen, dass es für die 40-Grad-Wäsche ganz gut funktionierte. Aber für die 60 Grad hätte ich mir mehr Waschwirkung erhofft.

Bei smarticular hab ich gelesen, dass sich Efeublätter auch mit Wasser einweichen lassen und wenn sie nach mehreren Stunden im Glas schäumen, eignen sie sich auch für stärker verschmutzte Wäsche. Das werde ich auch mal ausprobieren! Solange die jetzt gesammelten Kastanien noch nicht getrocknet sind, nehme ich weiterhin Efeu zum Waschen.

Falls ihr wissen wollt, wie wir mit Kastanien waschen, geht es hier zum Artikel „Waschen mit Kastanien„.

Update 13.10.: Ich habe eine wichtige Sache übersehen: Die Efeublätter müssen vor dem Waschgang zerkleinert werden. Schon klar irgendwie, denn nur so können sich die Seifenstoffe aus den Blättern lösen.

Secured By miniOrange