Lesetipp: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

Quelle: Rowohlt Verlag

Das Thema Minimalismus ist für mich immer mit bewussten Konsum bzw. Konsumverzicht verbunden. Und auch wenn ich seit Jahren minimalistisch lebe, gibt es immer wieder Phasen, in denen ich auf Literatur stoße, die mich weiter animiert, auszumisten. So war es auch mit dem Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston. #unbezahlteWerbung

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Reparatur-Café feiert 5-jähriges Jubiläum

Die Qualität der Gebrauchsgegenstände nimmt immer weiter ab. Als Verbraucher können wir kaum erkennen, ob ein Produkt lange hält oder wo die Schwachstellen eingebaut sind. Umso ärgerlicher, wenn die Dinge dann nach einer vorherbestimmten Gebrauchsdauer kaputt gehen. Oftmals gibt es dann, wenn überhaupt, nur wahnsinnig teure Reparaturservices. Neukaufen ist so oft günstiger für den Verbraucher. Doch es ist nicht günstiger für die Umwelt. Jedes Teil hat in seiner Herstellung Rohstoffe gekostet, Energie wurde aufgewendet, um es zusammenzubauen, es wurde transportiert und gelagert, bis es beim Verbraucher ankam. Um diesem ganzen Prozess mehr Wertschätzung beizumessen, haben sich in verschiedenen Städten Reparatur-Werkstätten bzw. -Cafés gegründet. In Kiel Gaarden gibt es bereits seit 5 Jahren so ein Café, in dem an vier Terminen im Jahr ehrenamtliche Tüftler bei der Reparatur von geliebten und nützlichen Gegenständen behilflich sind.

Am Samstag, 16. November feiert das Reparatur-Café Gaarden im Mehrgenerationenhaus am Vinetaplatz sein 5-jähriges Bestehen mit einem vollen Programm. Denn an diesem Tag können nicht nur von 13 bis 16 Uhr kaputte Dinge vorbeigebracht und unter Anleitung und gegen eine kleine Spende zusammengeflickt werden, es stellen sich auch wieder zahlreiche Projekte aus Kiel vor, die sich für mehr Umweltbewusstsein einsetzen. Mit dabei sind:

  • Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V.
  • ResteRitter: Marmeladen und anderes Eingekochtes aus geretteten Lebensmitteln kann hier verkostet werden
  • Werk statt Konsum: die offene Holzwerkstatt hat Holzreste dabei und leitet an, daraus etwas neues Funktionales oder Dekoratives zu bauen
  • Upcycling-Künstlerin Hilke bietet Schmuck aus alten Fahrradschläuchen/Elektroschrott u.v.m.
  • Nähprojekt vom Vinetazentrum
  • die Landeshauptstadt Kiel ist mit einem Infostand zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen vertreten
  • es gibt einen Werkzeug-Spendentisch, jeder Besucher kann hier Werkzeuge abgeben, die er nicht mehr braucht oder die er doppelt hat

Filmvorstellung „Nach uns die Müllflut“

Ab 17 Uhr lädt das Bündnis Eine Welt SH zu einem Filmabend im DeinRaum/ reCoworking space // Kirchenweg 22 ein. Gezeigt wird der Film „Welcome to sodom – Dein Smartphone ist schon hier“. Der Film zeigt den Irrsinn der digitalen Konsumkultur und die europäische Wegwerfgesellschaft. Sodom ist die größte Müllhalde Europas mitten in Ghana/ Afrika. Hier landet der Wohlstandsmüll, der dort unter menschenunwürdigen Bedingungen sortiert, aufbereitet und verbrannt wird. Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen machen es deutlich: Wir alle haben eine Entwicklungsverantwortung, um Orte wie Sodom gar nicht erst entstehen zu lassen. Nach dem Film gibt es ab 19 Uhr einen kleinen Imbiss, bei dem sich die Zuschauer über das Gesehene austauschen können und auch die Alternativen, vor allem das Reparatur-Café Gaarden feiern können. Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung nötig.

Nachhaltig reisen – Flitterwochen auf Rügen

Nachdem es uns gelungen ist eine vegane und annähernd müllfreie Hochzeit zu feiern, verbrachten wir die Hochzeitsnacht im Wälderhaus in Hamburg und unsere Flitterwochen auf Rügen. Die Insel ist gut erreichbar mit der Bahn, die direkt nach Bergen und Binz fährt. #UnbezahlteWerbungDurchFirmennennung

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Nachhaltig Heiraten – Part #4 Brautfrisur und Accessoires

Im Oktober ist es soweit – ich werde heiraten. Natürlich möglichst umweltfreundlich. Nach und nach werde ich hier die einzelnen Elemente unserer Feier mit euch teilen und damit hoffentlich Anregungen geben, wie Feiern nachhaltig sein kann.

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Auf zum Klima-Camp

Immer mehr Menschen überkommt ein Ohnmachtsgefühl, wenn sie an den Klimawandel denken. Was jeder Einzelne dagegen tun kann und welche praktischen Lösungen es schon in Kiel gibt, erfahren Teilnehmer des kostenfreien Klima-Camps“ Klimawandel Extrem: Wie wenden wir das Schlimmste noch ab? “ am 20. und 21. September.

In vielen Workshops und Vorträgen geht es an diesen Tagen, um das, was alle aktuell bewegt: den Klimawandel und die eigene Handlungsfähigkeit. das Konzept ist ähnlich einem Barcamp, die Teilnehmer entscheiden selbst, zu welchen Themen sie sprechen wollen. Um teilzunehmen, ist eine kostenfreie Anmeldung unter https://www.eventbrite.de/e/klima-camp-kiel-tickets-64608843791 nötig.

Hier ist das Programm:

20. September
19.30 Uhr Public Viewing NDR-Reportage zur Klimakrise mit anschließender Diskussion
@Leibnizstraße 1 in Kiel

21. September
9.30 Uhr Begrüßung, Einführung ins Thema, Vorstellungsrunde jedes Teilnehmers (max. 30 Sekunden pro Person)
@Hörsaal, Leibnizstraße 1

10.30 Uhr, Themenvorstellung

11-16 Uhr Themenworkshops mit Mittagspause

16.30 Uhr Der Klimaziele-Slam Teil 1
Ergebnisse aus den Workshops werden vorgestellt

17.30 Uhr Der Klimaziele Slam Teil 2
Abstimmung – wichtigste Sofort-Klimaschutz-Forderungen
–> Was kann ich von meiner Stadt/Bundesland/Bundesregierung/Europa verlangen?

18 Uhr Was kommt jetzt? Nächste Schritte festlegen
–> Termine für weitere Klima-Camps, Publikationen und Argumentationshilfen

ab 20 Uhr Feuer für alle im Statt-Café

Ganztägig gibt es Infostände und ein Markt der Möglichkeiten.

Das Klima-Camp Kiel findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt Kiel, dem NDR, der Bürgerinitiative Klimanotstand Kiel, dem Umweltmanagement der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel „klik 2030“, der Bürgerinitiative Klimanotstand Kiel sowie der CORRECTIV Klimaredaktion statt.

Lieber reparieren als wegschmeißen

Nachhaltigkeit bedeutet für mich, Dinge so lange es geht, zu nutzen und zu reparieren. Wenn es aber etwas technisches Wissen oder handwerkliches Können erfordert, etwas wieder heil zu machen, komme ich oft an meine Grenzen. Gut, dass es mehrmals im Jahr das Reparatur-Café in Gaarden gibt. Der nächste Termin ist am 14. September. Von 13 bis 16 Uhr kann jeder ohne Anmeldung zum Vinetazentrum am Vinetaplatz in Gaarden kommen und seine defekten Toaster, Radios, Stühle oder was auch immer mit Hilfe der ehrenamtlichen Tüfler wieder flott machen. Und dass alles gegen eine kleine Spende. Für die eventuelle Wartezeit gibt es Kaffee und Kuchen.

Weitere Infos gibt es unter www.reparatur-gaarden.de

Webinare zum Energiesparen

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein bietet demnächst mehrere kostenlose Webinare zum Thema Klimaschutz und Energiewende an. Jeder kann online am PC, Tablet oder Smartphone teilnehmen und auch eigene Fragen stellen. In den Vorträgen der Energieberater geht es um Sonnenenergie und Photovoltaikanlagen, Heizungssanierung und Stromverbrauch.

Folgende Themen sind geplant:

Solarwärmeanlagen
Donnerstag, 5. September, um 19 Uhr.

Heizung für den Winter fit machen
Montag, 7. Oktober, 18 bis 18.45 Uhr

Energiesparen zu Hause – kleine Tipps mit großer Wirkung
Dienstag, 12. November, 17.30 bis 18.15 Uhr

Weitere Informationen gibt es auch unter www.verbraucherzentrale.sh

Nachhaltig Heiraten – Part #3 Hochzeitsreise

Im Oktober ist es soweit – ich werde heiraten. Natürlich möglichst umweltfreundlich. Nach und nach werde ich hier die einzelnen Elemente unserer Feier mit euch teilen und damit hoffentlich Anregungen geben, wie Feiern nachhaltig sein kann.

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Wir brauchen einen Wertewechsel

Neulich las ich in der Zeitung, dass es Kreuzfahrten extra für Veganer gibt. Sie machten auch hier in Kiel Halt. Da drängt sich doch die Frage auf: Ist das eine gute Sache?

Vegan zu leben, ist eindeutig die umweltfreundlichste Ernährung. Massentierhaltung sorgt für enorm viele Treibhausgase. Viele vegane Produkte wie Milch- und Fleischersatz werden bereits aus europäisch hergestellten Rohstoffen angeboten, sodass das Argument „Die Veganer schaden der Umwelt auch durch den Konsum von Soja aus Monokulturen in Übersee“ entkräftet ist.

Doch Kreuzfahrten sind alles andere als nachhaltig. Laut den CO2-Rechnern von myclimate oder atmosfair werden bei einer 5-Tages-Kreuzfahrt pro Fahrgast 1,3 Tonnen CO2 freigesetzt. Bedenkt man, dass jedem Europäer pro Jahr nur 3 Tonnen CO2-Emissionen „zustehen“, damit sich das Klima nicht weiter erwärmt, wird klar, dass Kreuzfahrten sehr viel zum CO2-Fußabdruck des Reisenden beitragen.

Vegan ja, Kreuzfahrt nein? Für mich ein eindeutiger Fall. In Kiel sind die Kreuzfahrtschiffe sehr präsent, täglich legen mehrere an und ab. Es gibt zwar aktuell Maßnahmen, um Landstrom anzubieten, aber auf dem Wasser pusten die Riesenschiffe weiterhin enorme Mengen an Schadstoffen in die Luft.

Natürlich kommen an dieser Stelle jetzt die Gegenstimmen auf: Kiel ist geprägt vom Tourismus der Kreuzfahrtschiffe und es hängen so viele Arbeitsplätze in dem Bereich – sollen die alle arbeitslos werden? Wenn es nach mir geht, ist das eine üble Ausrede, um nichts zu tun. Wollen wir jetzt Arbeitsplätze erhalten, nur damit Menschen beschäftigt sind und in 30 Jahren in einer Umwelt leben müssen, die ihnen das Überleben schwer macht?

Beim Klimawandel geht es nicht um Einzelschicksale

Als Teil einer Gesellschaft, die auf Wachstum ausgelegt ist und in der es das oberste Gebot ist, dass jeder Arbeit hat, traut sich kaum jemand aus dem System auszusteigen. Dabei brauchen wir genau das: einen Systemwechsel, einen Wertewechsel. Weg von Einzelschicksalen, hin zum kollektiven Bewusstsein. Was ist gut für die Gesamtbevölkerung? Wie kann ich dazu beitragen? Und nicht: Mir steht aber das gleich zu, wie allen anderen: Urlaub, Haus und Kinder. Ein schwieriger Weg.

Lesetipp: E-Book zum Schutz der Meere

Laut WWF sind seit dem 9. Juli die europäischen Fischbestände erschöpft. Alles, was jetzt noch aus den Meeren geholt wird, ist ein Fall von Überfischung. Ein großes Problem, das auch Teil des E-Books „Zum Zustand der Meere – Praktische Tipps zur aktiven Schonung der Umwelt“ ist.

Wie es um die Weltmeere, aber auch konkret um die nahegelegene Ost- und Nordsee steht, erklärt Wissenschaftsjournalist Ulrich Karlowski und Meeresschutzaktivistin Pia Klemp in dem Online-Ratgeber. Auf 26 Seiten kann man einfach und leicht verständlich die Zusammenhänge und Probleme in den Meeren nachlesen. Angefangen bei der Überfischung über die Schallbelästigung für Meerestiere, Verschmutzung durch Plastik oder der Eintrag von zu vielen Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor durch konventionelle Landwirtschaft. Es werden aber auch Lösungsansätze und Tipps aufgezeigt: Beach Clean Ups – Strandsammelaktionen, bei denen angeschwemmter Müll gesammelt wird, damit sich die Tiere am und im Wasser nicht daran verletzen; oder auch das Konsumieren von Meerestieren, die per Hand gefischt wurden und dadurch der Umwelt am wenigsten schaden – sind nur zwei Empfehlungen.