Köstliches zum 1. Advent

Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet, vielleicht schon der erste Glühwein getrunken und im besten Fall auch schon die ersten Plätzchen gebacken – Es kommt immer mehr weihnachtliche Stimmung auf. 

Pünktlich zum ersten Advent hab auch ich die Wohnung in den Duft frisch gebackener Kekse gehüllt. Es gibt veganes Spritzgebäck und Doppelkekse mit Marmeladenfüllung und Puderzuckertopping sowie selbstgemachte Marzipankugeln mit dunkler Kuvertüre umhüllt. 

Ich wünsche allen Lesern eine schöne, besinnliche Adventszeit mit viel Vorfreude auf die Festtage und tollen Geschenkideen, die aus dem Herzen kommen.

Nachhaltiges Stricken – geht das?

Viele fragen sich jetzt vielleicht: wieso ist Stricken nicht nachhaltig? Nun, die Wolle ist das eine Problem. Die Nadeln das andere.

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Weihnachtsdeko mit Stoff und Naturmaterialien basteln

Inspiriert von diversen Bastelideen auf Pinterest habe ich heute unsere Fensterbänke dekoriert. Viel Tannengrün und dazu kleine Stoffbäume auf Holzscheiben.

Für die Bäumchen hab ich die Dreiecksform auf Stoff aufgemalt (zweimal), mit Nahtzugabe ausgeschnitten und dann übereinander gelegt (Außenseiten aufeinander). Dann hab ich die langen Schrägen mit der Nähmaschine festgenäht und unten offen gelassen. Als nächstes alles auf die andere Seite gekrempelt und mit einem Stift die Spitze herausgedrückt. Ich hatte noch Watte von Ohropax gesammelt und diese in den Innenraum gestopft. Den unteren Teil hab ich per Hand zugenäht, dabei hab ich den kleinen Ast bereits im Baum gesteckt. In die Mini-Baumscheibe wird mit dem Bohrer eine kleine Mulde gebohrt, in die dann der Ast passt. 

Nachhaltig leben geht nur mit Resilienz

Wer mit emotionalen Problemen zu tun hat, kann sich nicht noch zusätzlich mit Klimaschutz auseinandersetzen – das ist das Fazit, das ich kürzlich aus einem Vortrag mitgenommen habe. Doch was braucht es, damit wir uns dem Gemeinwohl und der Natur widmen können?

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Unverpacktes Frühstück

Manchmal ist es einfacher sich in kleinen Schritten dem Thema Nachhaltigkeit zu nähern. Wieso also nicht mal versuchen eine Mahlzeit am Tag verpackungsfrei zu gestalten? 

Als Beispiel hab ich mal mein heutiges Frühstück fotografiert:

  • Brot vom Bäcker – im eigenen Baumwollbeutel abgeholt
  • Tilsiter von denns Käsetheke – dort kann man sich Käse schneiden lassen und direkt ohne Papier ins eigene Gefäß legen lassen
  • Tomate, Gurke, Zwiebeln vom Wochenmarkt
  • Haferflocken, Zucker und Kaffeepulver von unverpackt
    Milch für den Kaffee in Pfandflaschen bei unverpackt
  • Joghurt mit Beerenmousse im Pfandglas bei Erdkorn gekauft 
  • Leitungswasser aus dem Wasserhahn

Wie frühstückt ihr? Ist euer Frühstück auch verpackungsfrei? Wer es momentan noch nicht schafft, könnte sich ja auch die Challenge stellen an einem Tag in der Woche verpackungsfrei zu essen…

App-Empfehlung: Too good to go

Viele Bäckereien oder Restaurants haben kurz vor Ladenschluss noch eine Menge Lebensmittel übrig, die sie meistens wegwerfen würden. Die App „Too good to go“ hilft dabei, die Lebensmittel zu retten.

In einer Karten- oder Listenansicht können App-Nutzer sehen, welche Läden mitmachen. Oftmals gibt es eine je nach Tagesangebot verfügbare Mixtüte aus den übriggebliebenen Lebensmitteln für 3-5 Euro. Bezahlt werden kann per Paypal. Wer eine Portion gekauft hat, kann diese in der angegebenen Uhrzeit, meist kurz vor Ladenschluss, vor Ort abholen.

Ich habe diese App getestet und kürzlich eine Tüte mit Backwaren für 3,50 Euro gekauft. Da ich nicht wusste, ob die Portion bereits verpackt ist, habe ich auch einen eigenen Beutel mitgenommen. Vor Ort hat der Ladeninhaber dann Backwaren aus der Auslage in meinen Beutel gefüllt. Leider hab ich dabei vergessen zu sagen, dass ich nur Vegetarisches möchte. Aber das merke ich mir für das nächste Mal. Insgesamt bekam ich reichlich Auswahl mit: eine Brezel, zwei belegte Brötchen, ein Croissant, ein Schokobrötchen und eine Mohnstange.

Minimalismus-Stammtisch

Seit Mitte 2016 gibt es einen Minimalismus-Stammtisch, initiiert von Fördegrün und Heimathafen Herz. Immer am zweiten Mittwoch eines Monats treffen wir uns um 19 Uhr in der Alten Mu, in der Thinkfarm. 

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Buchtipp: After Work

Nach dem Motto „Sinnvoll tätig sein statt sinnlos schuften“ hat Tobi Rosswog seine Perspektive auf die heutige Arbeitskultur zusammengefasst. Es geht darum, herauszufinden, was man selbst braucht und nicht in einem System zu verharren, dass einen geistig und körperlich verkümmern lässt.

Foto: Oekom Verlag

Ich hab Tobi Rosswog das erste Mal auf der Utopikon 2016 in Berlin gesehen. Meinen Nachbericht zur Veranstaltung findet Ihr hier: „Neue Wege gehen“. Es war eine Konferenz zum Thema geldfreier Leben und Utopien leben. Das nächste Mal traf ich Tobi bei einem Workshop hier in Kiel zum Thema Degrowth in der Arbeitsgruppe Minimalismus. Seine Vorträge fand ich immer sehr inspirierend, aber oft fehlte mir auch das ganzheitliche Bild zu seiner Perspektive. Das Buch, was er nun im Oekom Verlag veröffentlichte, bietet eine gut begründete Einsicht in das Thema moderne Arbeitskritik.

Warum arbeiten wir eigentlich? Viele würden sagen, weil wir Geld brauchen, um zu überleben, um Essen und Kleidung und Miete zu bezahlen. Oder auch um die Schulden durch unsere Ausbildung zu tilgen. Doch Geld wird oft auch genutzt, um Besitz anzuhäufen und die meisten Menschen definieren sich über ihren Besitz. Wer wären wir also ohne Arbeit? Wer ohne Geld oder Besitz? 

Nicht jeder ist glücklich mit seiner Tätigkeit im Beruf. Betrachtet man es ganz nüchtern, so sind viele Berufe nicht nur sinnfrei, sondern sogar umweltschädlich. Sinnentleerte Arbeit macht Menschen krank, Konkurrenzdenken und Stress macht Menschen krank, Leistungsdruck macht krank.

Der Kapitalismus zerstört die Erde. Unendlicher Wachstum in einer begrenzten Welt ist nicht möglich und doch konzentriert sich die Politik auf Wirtschaftswachstum und verspricht Arbeitsplätze zu schaffen.

Tobi Rosswog lädt an vielen Stellen im Buch dazu ein, sich auf Gedankenexperimente einzulassen und sich bestimmten Fragen einmal konkret zu stellen. Dazu gibt er Tipps für ein arbeitsfreieres Leben. Sich informieren, die eigene Lebenswirklichkeit reflektieren und überdenken, was man selbst im Leben braucht, sich mit Gleichgesinnten zusammentun und in Teilen bereits das zu leben, was man für richtig hält. Sei es Kleidung und Gegenstände mehr wertschätzen und reparieren, anderen Hilfe anbieten, Dinge tauschen und leihen, sich einer Solidarischen Landwirtschaft anschließen usw. Sich aber auch Zeit nehmen, um alles zu verarbeiten und sich zu entspannen. Wer über einen gewissen Zeitraum dranbleibt, kann so neue Gewohnheiten schaffen und hat auch Kraft, Schlechtes zu boykottieren und andere zu inspirieren.

Für jeden Lebensbereich stellt er die Alternativen vor, die ressourcenschonend und umweltfreundlich sind, weniger Geld kosten und somit freier machen von der Lohnarbeit. Im Kapitel danach werden Initiativen vorgestellt, die genau diese einzelnen Aspekte leben und zeigen, dass es geht. Dabei geht es gar nicht immer darum, dass diese Konzepte, wie Foodsharing, gesamtgesellschaftlich funktionieren sollen. Doch wer gerettete Lebensmittel zu sich nimmt, spart Geld und schafft damit mehr Freiheit und Zeit, um sich der Frage zu stellen, was man für die Gemeinschaft sinnvolles tun könnte. Was wollen wir in die Gesellschaft einbringen? 

Viele Ideen erscheinen gesamtgesellschaftlich unmöglich, weil wir vom kapitalistischen System so sozialisiert sind, dass es uns so vorkommt. Dass jeder das tut, was er möchte und was er kann, unabhängig von Ausbildung oder finanzieller Lage – das ist die Utopie, die Rosswog anstrebt. 

Zum Ende noch ein Zitat, was ich bei der Utopikon von ihm gehört habe:

„Utopien sind „unmögliche“ Vorstellungen von der Zukunft. Geht man einen Schritt auf sie zu, entfernen sie sich um einen. Auch wenn wir die Utopie nicht erreichen, so hilft sie uns einen neuen Weg zu gehen.“

Tag der Naturheilkunde in Kiel

Am Mittwoch, 3. Oktober, findet in der Pumpe der Tag der Naturheilkunde statt. Organisiert vom Naturheilverein Kiel gibt es bei freiem Eintritt eine Reihe von Vorträgen und Workshops. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Leben mit den Rhythmen der Natur“. weiterlesen

Buchtipp: Mäßigung

Foto: Oekom Verlag

Die heutige Gesellschaft lebt in der Maßlosigkeit. Jeder möchte immer mehr besitzen, anhäufen, verreisen, erleben und kaufen. Woher kommt dieses Bedürfnis nach immer mehr? Brauchen wir diese Zerstreuung wirklich? Thomas Vogel geht in seinem Buch „Mäßigung – Was wir von einer alten Tugend lernen können“ dem Phänomen nach und stellt heraus, dass ein Weg mit weniger kein Verzicht ist. weiterlesen